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Gewerbeschule Lörrach

Gewerbeschule Lörrach

Zukunft bilden

Fachschule für Technik - Fachrichtung Elektrotechnik

Schwerpunkt Automatisierungstechnik

Die Ausbildung zum staatlich geprüften Techniker in Teilzeit


Aufnahmevoraussetzungen

Hauptschulabschluss

  • Erfolgreicher Abschluss einer Berufs- oder Berufsfachschule
  • Erfolgreicher Abschluss einer Berufsausbildung in einem einschlägigen Ausbildungsberuf
  • einschlägige Berufspraxis (ohne die Ausbildungszeit)
    • min. 1,5 Jahren bei einer 3,5 jährigen Ausbildung
    • min.    2 Jahren bei einer    3 jährigen Ausbildung
    • min.    3 Jahren bei einer    2 jährigen Ausbildung
    • min.    1 Jahren bei Personen mit einer Fachhochschulreife oder Hochschulreife

Diese Zeit halbiert sich bei Besuch der Teilzeitausbildung, wenn in einem einschlägigen Beruf weiter gearbeitet wird.
Einschlägige Tätigkeiten bei der Bundeswehr müssen vom Berufsförderungsdienst der Bundeswehr anerkannt und bescheinigt werden. In Ausnahmefällen genügt eine mindestens siebenjährige Berufstätigkeit in einem geeigneten Beruf ohne den entsprechenden Lehrabschluss.
siehe auch Techniker Verordnung

Ziel der Weiterbildung

Die dynamischen Entwicklungen der Wirtschaft, insbesondere im Bereich der Elektrotechnik/Elektronik, verlangen qualifizierte Fachkräfte. Neben der fachlichen Qualifizierung sind zunehmend auch weitere Kompetenzen im mittleren Management erforderlich. Die Absolventen (w/m) erhalten ein breites Grundlagenwissen. Sie haben zusätzliche Vertiefungsmöglichkeiten, die Sie spezifisch nach Neigung und beruflichem Erwartungshorizont für die Arbeitswelt von morgen qualifizieren. Mit Industrie 4.0 wachsen die Elektro- und Informationstechnik weiter zusammen. Diese Weiterbildung trägt den zukünftigen Anforderungsprofilen Rechnung.

Stundentafel
Facher und Anzahl der Stunden

1. Pflichtbereich

Grundstufe  
1. u. 2.
Jahr
Fachstufe
3. u. 4.
Jahr
Lernbereich I    
Betriebliche Kommunikation 3 2
Berufsbezogenes Englisch 3 3
Betriebswirtschaftslehre 3 3
Lernbereich II    
Technische Mathematik 6 -
Elektrotechnik 6 -
Digital- und Mikrocomputertechnik 3 -
Planung und Dokumentation 2 -
Lernbereich III    
Elektronik 2 4
Technische Informatik 2 4
Automatisierungs- und Kommunikationstechnik 2 4
Anlagentechnik und Systemservice 2 4
Technikerarbeit - 4
  34 28
     
Wahlpflichtbereich    
Robotik 2 4
Internet of Thing (IoT) - 2
  2 6
Fächer - kurz beschrieben

Lernbereich I

Betriebliche Kommunikation

Im Fach Betriebliche Kommunikation erwerben die Fachschüler neben mündlicher und schriftlicher Sprachkompetenz auch Methoden-, Human- und Sozialkompetenz. Sie lernen insbesondere Methoden und Techniken der Kommunikation, der Präsentation und der Moderation und werden befähigt, Mitarbeiter zu führen, zu motivieren und betriebliche Konflikte zu bewältigen. Diese Befähigungen sind auf betriebliche Gegebenheiten ausgerichtet und werden praxisorientiert vermittelt.

Berufsbezogenes Englisch

Die Globalisierung der Wirtschaft ist eine Realität. In vielen Bereichen ist die Umgangssprache Englisch. Im Fach Berufsbezogenes Englisch werden die Grundlagen für einen berufsbezogenen, technisch orientierten Sprachschatz gelegt. Die sprachlichen und kommunikativen Fähigkeiten werden in Verbindung mit allgemeinen technischen Themen entwickelt. Die Konversation im Internet gehört dabei ebenso zum didaktischen Rüstzeug wie der traditionelle Umgang mit Grammatik und Wörterbuch.

Betriebswirtschaftslehre

Die immer komplexer werdenden Strukturen der Wirtschaft erfordern vom Techniker, sich flexibel auf neue Anforderungen einzustellen. Das Fach Betriebswirtschaftslehre soll deshalb den Techniker befähigen, seine betriebliche Führungs- und Entscheidungsaufgabe wahrzunehmen. Er soll wirtschaftliche, rechtliche, soziale und ökologische Aspekte in seinem Handeln berücksichtigen. Die Fachschüler entwickeln dabei ein ausgeprägtes Kostenbewusstsein.

Lernbereich II

Technische Mathematik

Im Fach Technische Mathematik lernen die Schüler mathematische Grundlagen und Lösungswege sowie logische Denkstrukturen kennen; sie lernen, diese zu erfassen, sie auf berufsbezogene technische Problemstellungen anzuwenden und die Ergebnisse zu deuten. Die mathematischen Grundlagen werden in allen Lehrplaneinheiten vertieft; der Anwendungsbezug steht im Vordergrund.

Elektrotechnik

Im Fach Elektrotechnik werden die Grundlagen der Gleich- und Wechselstromtechnik vermittelt. In der Gleichstromlehre werden etwa Netzwerke konzipiert und die Eigenschaften von Induktivitäten und Kapazitäten analysiert. In der Wechselstromlehre stehen Spannungsformen und die komplexe Netzwerkberechnung im Vordergrund. Computer-Simulationstechniken und praktische Versuche runden den Unterricht ab.

Digital- und Mikrocomputertechnik

Im Fach Digital- und Mikrocomputertechnik werden in der Grundstufe digitale Schaltungen und elektronische Grundkenntnisse wiederholt. Der eindeutige Praxisbezug steht auch hier im Vordergrund. Grundschaltungen moderner Mikrocontroller werden besprochen, aufgebaut und getestet. Hier findet auch eine Wiederholung der Messtechnik Einzug.

Planung und Dokumentation

Die Fachschülerinnen und Fachschüler lernen die Methoden für die Planung und Durchführung von Projekten anzuwenden. Funktionelle Vorgaben, Vorschriften, Bestimmungen und Normen werden von ihnen eingehalten und insbesondere betriebswirtschaftliche Aspekte berücksichtigt. Im Vordergrund stehen dabei computergestützte Verfahren, mit denen alle erforderlichen Unterlagen erstellt werden können.

Lernbereich III

Elektronik

Im Fach Elektronik werden die Grundlagen der Halbleitertechnik erarbeitet. Diese umfassen unter anderem die Transistortechnik, den vielfältigen Einsatz von Operationsverstärkern oder die Analyse von Netzgeräten mit ihren Möglichkeiten der Strom- und Spannungsumrichtung. Mittels PC-Simulation und Laborschaltungen werden die Unterrichtsinhalte praxisgerecht vermittelt.

Technische Informatik

Im Fach Technische Informatik sollen in der Grundstufe die Kreativität, das logische Denken und das Erfassen von Strukturen gefördert werden. Ein breites Basiswissen ist anzustreben. Dies beinhaltet das Verständnis für Informationstechnische Abläufe und ein fundiertes Wissen über den Umgang mit Informationsverarbeitungssystemen. Die Fachschülerinnen und Fachschüler sollen die Fähigkeit erwerben, mit modernen EDV-Anlagen und aktuellen Betriebssystemen wie Windows zu arbeiten. Von Anfang an liegt der Schwerpunkt auf Verteilten Systemen. Darüber hinaus lernen die Schüler die Grundstrukturen und die Methoden des Softwareengineerings an Hand der Programmiersprachen JAVA und C. Es werden hierdurch die notwendigen Voraussetzungen für das Arbeiten in allen Unterrichtsfächern und Fachgebieten erarbeitet.
In der Fachstufe dienen fächerübergreifende Projekte in JAVA und UML (objektorientiert) mit der IDE „Eclipse“ zur Vorbereitung auf die Praxis.

Automatisierungs- und Kommunikationssysteme

Die Fachschülerinnen und Fachschüler sind in der Lage, die grundlegenden Arbeitsweisen von Steuerungssystemen zu erklären. Sie können Programme zur Lösung steuerungstechnischer Aufgaben erstellen. Dabei sind sie fähig aktuelle Normen zu berücksichtigen und aktuelle Programmiersprachen zu verwenden.
Die Fachschülerinnen und Fachschüler besitzen die Fähigkeit Komponente in Kommunikationssysteme zu integrieren und zu vernetzen. Dabei wählen sie Bussysteme anforderungsgerecht aus. Sie verfügen über ein breites Spektrum an Methoden um eigenständig komplexe automatisierungstechnische und kommunikationstechnische Aufgaben zu bearbeiten. Hierfür können die Fachschülerinnen und Fachschüler Datenblätter und Handbücher auch englischsprachig zielgerichtet auswerten und nehmen Systemeinheiten fachgerecht in Betrieb.

Anlagentechnik und Systemservice

Die Fachschülerinnen und Fachschüler sind in der Lage, Komponenten und Verfahren der Energieerzeugung, -verteilung und –übertragung zu beschreiben. Sie kennen die Gefahren im Umgang mit elektrischem Strom und die erforderlichen Sicherheitsbestimmungen und Schutzmaßnahmen. Durch den korrekten Einsatz von Messgeräten können sie elektrische Geräte und Anlagen ordnungsgemäß in Betrieb nehmen bzw. den ordnungsgemäßen Betriebszustand feststellen. Erforderliche Gesetze, Verordnungen und Normen werden in ihrer Tätigkeit als elektrotechnische Fachkraft an erweiterten Problemstellungen souverän angewandt. Die Fachschülerinnen und Fachschüler sind in der Lage elektrische Geräte oder Anlagen nach den Regeln der elektromagnetischen Verträglichkeit aufzubauen und notwendige Schutzmaßnahmen zu treffen.
In der Fachstufe erwerben die Fachschülerinnen und Fachschüler außerdem spezifische Kenntnisse informations- und kommunikationstechnischer Anlagen. Hierbei hat sich unsere Schule auf vernetzte Rechneranlagen und das zugehörige Netzwerkmanagement spezialisiert. Im Rahmen unserer Cisco Academy wird dies in der Fachstufe unterrichtet. Hierbei geht es vor allem um das aktive Element Router und die zugehörigen Protokolle. Es werden komplexe Rechnernetze aufgebaut, geroutet und geeignete Filterregeln für den Datenverkehr geschrieben. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Fehlersuche und Analyse von vorhandenen Netzwerken. Nach erfolgreichem Abschluss erhalten die Schüler eine Bestätigung durch die Firma Cisco.

Technikerarbeit

Im Rahmen der Ausbildung an der Fachschule für Technik fertigen die Fachschüler eine Technikerarbeit an. In dieser Arbeit sollen sie ein fachliches Problem weitgehend selbstständig analysieren, strukturieren und praxisgerecht lösen. Als Problemstellung eignen sich vor allem fächerübergreifende Themen, wobei alle Fächer einbezogen werden können.
Die Technikerarbeit umfasst sowohl den Gegenstand (Produkt, Projekt), die Dokumentation als auch die Präsentation. Der Aufgabenstellung entsprechend werden die Fachschüler von einem Fachlehrer betreut, wobei eine Zusammenarbeit aller am Thema beteiligten Fachlehrer sinnvoll ist.
Die Anfertigung der Technikerarbeit soll den Zeitraum von ca. 100 Stunden umfassen.

Wahlpflichtfächer

Robotik

Roboter sind wichtige Bestandteile der Automatisierung. Die Fachschülerinnen und Fachschüler lernen die Funktionsweise und Programmierung von Industrierobotern. Anhand von 3D-Echzeitsimulationen werden die erstellten Programme getestet.

Internet of Thing (IoT)

Das Internet der Dinge bezeichnet die Vision einer durch Informations- und Kommunikationstechniken in globalen Informationsgesellschaften vernetzten Infrastruktur von Alltagsgegenständen. Zur Aufgabenerfüllung für den jeweiligen Besitzer erfasst im Internet der Dinge Sensorik an vernetzten Gebrauchsgegenständen notwendige Datenmengen und überträgt diese an eingebettete Computer. Anhand von einfachen IoT-Geräten wie Arduino und Raspberry Pi werden grundlegende Funktionen umgesetzt.

Ausbildungszeit und -dauer

Der Unterricht in Teilzeitform findet am Montag, Dienstag, Donnerstag von 17:00 Uhr – 21:00 Uhr und an Schulsamstagen von 07:30 Uhr - 12:30 Uhr statt.
Die Schulferien entsprechen denen der allgemeinbildenden Schulen in Baden-Württemberg. Sie bleiben unterrichtsfrei.

Schulsamstage siehe hier

Prüfungen und Abschluss

Staatlich geprüfte Technikerin für Elektrotechnik
Staatlich geprüfter Techniker für Elektrotechnik
Mit dem erfolgreichen Abschluss der Fachschule wird die Fachhochschulreife verliehen.

Kosten
  • Der Landkreis Lörrach erhebt pro Jahr eine Gebühr von 490 € für diese Weiterbildungsmaßnahme
  • Der Besitz eines Notebooks ist wünschenswert.
  • Unterrichtsmittel, Exkursionen und Projektmaterialien sind im Schulgeld nicht enthalten.

Auskunft

Für Rückfragen stehen Ihnen zur Verfügung:

Flyer download


Anmeldung

erst Schuljahr 2018/19

im Februar (siehe Tageszeitung, Homepage)

Download Anmeldeformular als

Geht nicht? Hier Abhilfe

Zur Bewerbung im Februar sind folgende Unterlagen notwendig:

  • ausgefülltes Anmeldeformular
  • Abschlusszeugnis der Berufsschule (beglaubigte Kopie)
  • Abschlusszeugnis der Kammer (beglaubigte Kopie)
  • Nachweis der beruflichen Praxis
  • Lebenslauf

Anmeldeschluss ist der 01. März 2018
Sollten mehr Bewerbungen eingehen, als Ausbildungsplätze vorhanden sind, entscheidet ein Ausleseverfahren über die Platzvergabe.

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